Am Montagabend hochgeladen, am Mittwochabend gesperrt: “Bastis Mattscheibe – Folge 23: Die Meisternörgler von München”. Mittwochmittag bekam ich eine Mail, in der darauf hingewiesen wurde, dass das Video möglicherweise Content von SevenOne Media GmbH enthält (natürlich tut es das). Laut dem sogenannten “Kalkofe-Urteil” ist die Verwendung von Inhalten aus Fernsehsendungen jedoch unentgeltlich und ohne vorherige Genehmigung erlaubt, wenn durch die Kombination der Ausschnitte und der eigenen Teile ein eigenes Kunstwerk entsteht – was bei meinem Video klar der Fall ist.
Ich habe via YouTube eine Gegendarstellung eingereicht und eine Mail an SevenOne geschrieben. Ich zitiere mich selbst:
Sehr geehrte Damen und Herren,
am Montagabend lud ich unter meinen YouTube-Benutzerkonto Bastikalk das Video “Bastis Mattscheibe – Folge 23: Die Meisternörgler von München” hoch. Am Mittwochmittag bekam ich eine Mail, die mich darauf hinwies, dass das Video möglicherweise Content von SevenOne Media GmbH enthält. Abends war das Video dann bereits deaktiviert worden.
In diesem Video setze ich mich kritisch-ironisch mit der von Ihnen produzierten Sendung “Germany’s Next Topmodel” auseinander. Ich finde einen Vorgang wie den mir zugefügten inakzeptabel. Laut dem sogenannten “Kalkofe-Urteil” (einsehbar hier) ist die Verwendung von Ausschnitten aus Fernsehsendungen unentgeltlich und ohne vorherige Genehmigung erlaubt, wenn durch die Kombination der Ausschnitte und der eigenen Teile ein eigenes Kunstwerk entsteht. Das war bei meinem Video klar der Fall. Sollte sich ein Mitarbeiter Ihres Unternehmens das Video angesehen und daraufhin bei YouTube eine Sperrung veranlasst haben, käme das einer Zensur gleich. Ich habe in diesem Video schließlich mehr oder weniger klar geäußert, was ich von dieser Sendung halte.
Suchen Sie doch mal auf YouTube nach “germany’s next topmodel”. Sie werden überrascht sein, wie viele Videos nur die in mehrere Teile zerlegte jeweils aktuelle Folge von “Germany’s Next Topmodel” enthalten. Lassen Sie erst einmal diese Löschen und überlegen Sie sich dann nochmal, ob Sie auch in Zukunft eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Format verhindern und die Arbeit von Menschen, die sich mit dem Schreiben der Kommentare, dem Schneiden und mit dem Versehen des Videos mit eigenen Musikausschnitten Mühe geben, behindern wollen oder ob Ihnen das einfache Hochladen von unbearbeitetem Material lieber ist.
Ich hoffe, dass wir uns einigen können.Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Unbescheid
Unmöglich sowas, oder?
